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Katzenhaltung artgerecht - Katzengarten

" So eine Waldkatze muss doch Freilauf haben, oder?"

Dies ist die Frage, die ich am Ausstellungskäfig am häufigsten höre.
In der Frage steckt die Annahme, es gäbe Katzenrassen, die für eine Haltung ausschließlich in der Wohnung prädestiniert wären und andere eben nicht. Eine Auffassung, die von geschäftstüchtigen Züchtern oft noch unterstützt wird.

Nun, die Kleinkatzen, zu denen auch unsere Hauskatzen gehören, gibt es seit etwa neun Millionen Jahren, domestizierte Katzen (die aber immer kommen und gehen durften wie beliebt) seit etwa 3500 Jahren, Rassekatzenzucht seit ca. 100 Jahren, reine Wohnungshaltung im Grunde erst seit der Nachkriegszeit. Glauben Sie wirklich, dass es angesichts dieser Entwicklungszeiträume einen Unterschied macht, ob eine Katzenrasse seit 15 oder seit 100 Jahren (viel älter ist die Rassekatzenzucht nicht) ihrer Freiheit beraubt wird?

Wie übrigens die meisten Zootiere auch, werden Katzen ohne Freigang im Durchschnitt wesentlich älter, als ihre Artgenossen in Freiheit, einfach weil die allgemeinen Bedrohungen des Lebens von Ihnen ferngehalten werden. Man k a n n also eine Katze ausschließlich in der Wohnung halten. Eine ganz andere Frage ist aber die nach der Lebensqualität einer so gehaltene Katze.
Gegenfrage: Wie würden Sie Ihre eigene Lebensqualität einschätzen, wenn Sie für den Rest Ihres Lebens die Wohnung nicht mehr verlassen dürften? Und bedenken Sie - Ihre Katze hat keine Bücher, kein Fernsehen, kein Internet und kein Telefon - nur das Fenster. Wie können Sie dann glauben, Ihrer Katze ginge es anders dabei anders als Ihnen in vergleichbarer Situation?

Bei uns auf dem Lande hält man es schlicht für Tierquälerei, eine Katze dauerhaft einzusperren. Auch ihr Bedürfnis nach kätzischer Gesellschaft kann die Freigängerin nach belieben stillen. Das Revier einer freilaufenden Katze misst ca. 200-300m im Radius!
Auf einem anderen Blatt steht die Tatsache, dass das Lebensumfeld der allermeisten Menschen heute so gefährlich für ein frei streifendes Tier ist, dass es einfach nicht möglich ist, der Katze ihre Vorstellungen von Lebensgestaltung zu erfüllen. Eine englische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass rund 50% aller Freigänger bis zum vollendeten 2. Lebensjahr Opfer eines Verkersunfalls werden. Weitere 30% verunfallen bis zum 6. Lebensjahr. Das heißt, nur 20% aller Freigänger werden älter als 6 Jahre. Andere Unfälle (Jäger, Hunde) und Infektionskrankheiten noch gar nicht mitgerechnet. Auch in wirklich ruhigen Wohnlagen werden nach dieser Studie ca. 36% der Freigänger Opfer von Verkehrsunfällen. Weitere Gefahren, wie scharfe Hunde, Jäger, Katzenhasser, ausgelegtes Rattengift, versehentliches Einsperren in Kellern, Lauben, Schuppen, Katzenhasser kommen noch dazu.
Eine Berliner Studie kommt übrigens zu ähnlichen Zahlen. Ganz besonders gefährdet sind junge Kater unter 2 Jahren (auch kastrierte!) weil dies triebgsteuert mehr und weiter streunen als Kätzinnen.

Zu den üblichen Gefahren für Katzen kommen für Rassekatzen noch zwei weitere Aspekte:

  • Kann sein, tierliebe Mitmenschen nehmen unsere frei streifende "herrenlose" Rassekatze bei sich auf! Die ist ihnen dann "zugelaufen".
    Nach dem Chip wird vorsichtshalber gar nicht erst gesucht.
  • Und - Hand aufs Herz - zum Schmerz über den Verlust des geliebten Tieres gesellt sich der um das viele Geld, welches das Rassetier gekostet hat, auch wenn Mensch das nicht gerne zugibt.

Meist stellt sich also weniger die Frage: "Wie möchte meine Katze leben?", sondern die Frage: "Wie kann ich meine Katze halten?"

Antwort: Am besten in einem großen Haus mit Zugang zu einem großen gesicherten Garten und mindestens zu zweit. Dies ist der beste Kompromiss zwischen den Ansprüchen der Katze und unserer katzenunfreundlichen, modernen Umwelt.

Viele Menschen entscheiden sich vorschnell für reine Wohnungshaltung oder ungesicherten Freigang, obwohl sie einen großen Garten haben.

Argument der Wohnungshaltungsanhänger:

  • da kann ganz sicher nichts passieren
    (kätzische Bedürfnisse werden beiseite geschoben)

Argument der Freiganganhänger:

  • Meine Katze soll glücklich sein und ihrer Natur entsprechend leben dürfen

Argument von beiden gegen Gartensicherung:

  • Bei uns geht das nicht

Für die Anhänger reiner Wohnungshaltung:
Denken Sie wirklich, Ihre Katze würde den schönen Garten vor dem Fenster nicht sehen, sich nicht danach sehnen, zwischen den Büschen umherzustreifen?



Vielleicht wissen Sie nicht, dass ein großer Teil der Katzen, die beim Herumstreunen zu Tode kommen, entwichene Wohnungskatzen sind?
Im Unterschied zu Freigängern und auch Katzen mit gesichertem Garten wissen Wohnungskatzen nicht, wo sie zu Hause sind und sind zudem mit der Außenwelt total überfordert. Sie finden nicht nach Hause und sind so verschreckt, dass sie auch niemand anlocken oder einfangen kann. Irgend wann werden sie dann Opfer eines Unfalls.
Auf diese Weise ist unser armer Wasja aus dem W-Wurf >> nach 4 Monaten des Umherirrens zu Tode gekommen.
Wie schnell steht doch mal eine Tür oder ein Fenster offen? Möchten Sie eigentlich nie auch mal die Terrassentür im Sommer geöffnet lassen?

Für die Anhänger von unbegrenztem Freigang:
Ihrer Katze ist mit dieser Lösung sicher glücklich (solange sie nicht vergiftet, erschossen, überfahren, von einem Hund zerfetzt oder von einem Katzenhasser gequält oder umgebracht wird). Aber wären SIE nicht ruhiger, wenn Sie wüssten, Ihre Katze bliebe im Garten?

Für Beide Fraktionen:
Gehen Sie einmal ganz tief in sich. Wenn alle Scheinargumente und Schutzbehauptungen beiseite geschaufelt sind:
Was bleibt dann? Sind Sie ganz, ganz sicher, dass der gegenwärtige Zustand nicht für SIE einfach der bequemste ist?
In 99,9% der Fälle geht es eben doch, den Garten zu sichern und zwar ohne ein Alcatraz zu bauen. Man muss nur wollen. Man muss sich Gedanken machen wollen und man muß bereit sein, etwas Geld in die Hand zu nehmen und man muß übertriebene Ängste (Wohnungshaltungsverfechter) in den Griff bekommen. Schließlich setzen SIE sich auch jeden Tag ins Auto, ohne die Sicherheit, auch wieder heil nach Hause zu kommen. Fassen Sie sich ein Herz.

Natürlich gibt es auch Menschen, die keine Ausrede brauchen. Sie wohnen im 6.Stock eines Mietshaus in der Großstadt.
Können Sie also keine (Rasse-)katze halten, wenn Sie weniger betucht sind?
Haben Sie eine Ein-Zimmerwohnung mit Kochnische ohne Balkon und sind sie den ganzen Tag außer Haus, sollten Sie überlegen, ob nicht ein Goldhamster das geeignetere Haustier für Sie ist. Eine Katze bekommen Sie von mir nicht. Bei allen Wohnsituationen, die dazwischen liegen, liegt es an Ihrem Engagement, Ihrer Katze trotz Einschränkungen ein schönes Leben zu bieten.

Vielleicht können Sie einen Schrebergarten zu einem katzensicheren Ausflugsparadies machen? Ein vernetzter Balkon, eine Terrasse mit Pflanzen und Kletterbaum, ein Wintergarten sind besser als gar nichts. Meine Freundin in Berlin lässt sich von ihrem Hauskater an der Leine ausführen. Für ausschließlich in der Wohnung gehaltene Katzen darf es dort keine Tabu-Räume geben und mehrere Klettermöglichkeiten und besteigbare Schränke sind ebenso ein MUSS wie wechselndes Spielzeug und ständig verfügbare Gesellschaft..

Bitte bedenken Sie v o r der Anschaffung einer Katze alle diese Dinge. Während eine Katze in Freilaufhaltung sich völlig problemlos, unauffällig und ohne besondere Ansprüche in Haushalt uns Abläufe integriert, steigt der Aufwand umgekehrt proportional zur Größe ihres Lebensraumes.

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Katzensicherer Garten - aber wie?

Um es vorwegzunehmen:

Wer einen Garten hat, seine Katzen aber im Haus einsperrt während er sich in der Sonne aalt, ist einfach herzlos und kann mir nicht erzählen, er liebe seine Katzen.

Immer wieder finde ich auf Facebook stolz präsentierte Kleinstgehege von der Größe eines Besenschrankes umgeben von großen Gärten (nur für Menschen), die begeistet kommentiert und mit "gefällt mir"-Klicks bedacht werden. Wenn ich sowas sehe, wünschte ich mir fast, die Tierbefreier von PETA kämen mal vorbei.

Auch live durfte ich solche ans Haus geklebten "Kanarienvogelvolieren" schon bewundern. Im Grunde gibt es keinen traurigeren Anblick als eine Katze in so einem Schaukasten umgeben vom Grün eines Gartens.

Wie Sie sicher schon im obigen Beitrag gemerkt haben, bin ich ein überzeugter Kämpfer für die Freiheit der Katzen. Da ich das Glück habe, ca 3 km entfernt von jeglicher Straße oder Ortschaft zu wohnen, konnte ich auch unseren kastrierten Hauskatzen weitgehend unbesorgt ihre Freiheit lassen. - bis ich unter die Züchter gegangen bin. Zucht erfordert abgeschlossene Räume, denn für einen Kater oder eine rollige Katze ist kein Weg zu weit.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

1. gesicherter Garten

2. Gehege

Um es ganz klar zu sagen: Ein Gehege ist nichts anderes als ein geräumiger Käfig. Sein einziger Vorteil im Vergleich zu einem gesicherten Garten ist, dass man sich beim Bau weniger Gedanken machen muss. Aber die Katzen haben zwar frische Luft, aber wieder kaum Bewegungsfreiheit und außerdem können Sie selbst immer noch nicht mit Katze im Arm in der Sonne schlummern.

Dieses Gehege gehört Iwan und seinen Freunden. Daran anschließend sieht man den gesicherten Gartenbereich. Als zusätzliche Möglichkeit der Unterbringung,
z. B. wenn mal getrennt werden muss, oder keiner zu Hause ist, immer brauchbar. Auch im Zuchtgeschehen, z.B. für stark markierende, unverträgliche Kater und zur sicheren Sommerfrische für Katzenkinder das kleinere Übel gegenüber "Katerzimmer-Haft und reiner "Zimmerpflanzenaufzucht". Iwan und seine Freunde haben übrigens zusätzlich einen großen gesicherten Garten.

Auch wir haben trotz gesichertem Hof und Garten zusätzlich ein Gehege.

>> unser Gehege

Wir können es beurteilen: Der Unterschied zum gesicherten Garten ist gravierend. Während die Katzen im Gehege eigentlich nur rumsitzen, haben sie im Garten immer etwas zu tun.

Dieses sehr solide und fachmännisch gebaute Gehege gehört Kascha. Hier hat es weder an handwerklichen Fähigkeiten noch an finanzieller Großzügigkeit gemangelt.

Doch ein gesicherter Garten bietet Mensch und Tier mehr Lebensqualität als ein noch so schönes Gehege:

für die Katzen:

  • Sonne auf dem Pelz (und auch mal ein paar Regentropfen)
  • natürlichen Boden unter den Füßen zum Scharren und in der Sonne liegen
  • Pflanzen und Bäume zum Verstecken und Klettern
  • Kleintier- und Mäusejagd

für den Menschen:

  • kein Stress mit geöffneten Fenstern und Türen
  • Sonnenbaden mit Katze
  • Beobachten der Katzen in natürlicher Umgebung
  • ein gutes Gewissen

So was geht in keinem Gehege

 

Also gesicherter Garten - aber wie?

Wenn man im Internet stöbert, findet man viele Varianten. solche, die sich ohne groß aufzufallen in Garten und Nachbarschaft einfügen und solche, die einer Justizvolzugsanstalt gleichen.

Gerade gesehen: fast 3m hohe, sichtdichte Betonmauer um das komplette Grundstück mit aufgesetzten Winkeln und Netz. Kostenpunkt 13000,-Euro.

Würde ich über Ortssatzungen mitzuentscheiden haben, würde ich so was verbieten. Ist es übrigens auch oft.

Oder das selbe realisiert mit blickdichten, hölzernen Zaunfeldern. Ständiger Nacharbeitungsbedarf inklusive.

Dritte Variante, auf fb gesehen: 3m hohe Klarsicht-Plexiglaswand umschließt eine leere Terrasse + ein paar Quadratmeter nacktem Rasen. Mir wird schon beim Anblick eisig kalt. Der Preis dürfte hoch im vierstelligen Bereich liegen.

Warum auch die teuersten und aufwändigsten System oft versagen?

Zunächst gilt es, Fakten zu sammeln. Wie überwinden Katzen Hindernisse ?

  • Katzen können praktisch beliebig hoch klettern, wenn das Material es zuläßt. Metallzäune mit Querstreben, rauhe Mauern, hölzerne Zaunelemente sind für Katzen kein Hindernis, egal wie hoch sie sind.
    Daher ist es sinnlos, exorbitant hohe Zäune zu errichten.
  • Katzen können notfalls auch über Kopf klettern, wenn das Material nur genügend Halt gibt.
    Daher bringt nach innen geneigter Übersteigschutz aus Drahtgeflecht oder Gitter nichts. (später gibt es dazu noch ein Bildbeispiel)
  • Aber: Katzen springen im freien Flug vom Boden abspringend nur etwa 80 -90 cm hoch, wenn der Landepunkt genauso tief oder tiefer liegt. Bei höheren Höhen müssen sie auf der Krone aufsetzen oder klettern.
  • Von einer erhöhten Absprungrampe aus können Katzen bis zu 3m weite Distanzen überspringen. Sie riskieren dabei auch Landungen aus gut 3m Höhe!
  • Katzen zwängen sich durch jede erreichbare Lücke, die größer als 5cm ist

Wie also kann man eine Katze im Zaune halten?

  • Indem der Zaun engmaschig (5cm) ist
  • Indem man zunächst alle Schlupflöcher dicht macht und keine Absprungrampen bietet
  • indem man das Klettern im Zaun, mindestens im oberen Bereich verhindert.
  • indem man das Aufsetzen auf der Zaunkrone verhindert

Erste Möglichkeit:

1.Vorhandene Zäune + Netze (stromlos)


mit locker hängenden Katzennetzen, die keinen Halt bieten und sich möglichst sogar bei Belastung nach innen neigen.

Wir haben zunächst den Hof unseres Bauerngrundstücks auf diese Weise dicht gemacht. Da der Hof zwei Ausgänge mit Doppelflügeltoren hat, schien mir die Stromführung als zu kompliziert und störanfällig. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, Katzennetze anzubringen.
Wir haben das System von Petfence bestellt, das sind Katzennetze und anschraubbare Aluminiumwinkel. Für ca. 25m haben wir 13 Aluminiumwinkel plus Netz gebraucht und dafür ca.400,00€ bezahlt. (Diese Winkel gibt es auch aus Kunststoff, das schien uns nicht dauerhaft genug.) Allerdings mußten wir vom Handwerker weitere 5 Aluminiumbänder passend anfertigen lassen, da an einigen Stellen anders gebogene und höhere Winkel nötig waren. Die Winkel haben den Vorteil gegenüber Eisen oder Holz, dass sie bei hoher Stabilität witterungsbeständig und flexibel sind. Hängt sich eine Katze in das Netz, so gibt die ganze Konstruktion nach innen nach und verhindert so das Klettern- so verspricht es jedenfalls der Hersteller. Schwierig (und matrialintensiv) waren auch die Anschlüsse zwischen Toren und Pfosten im Schwingbereich, sowie bei einem Tor die Sicherung des unteren Abschlusses. Hier befindet sich im Schwingbereich unterschiedlich hoher Naturboden, weshalb das relativ leichte, maschendrahtbespannte Rohrtor einen großen Bodenabstand aufweist. Ein Handwerker hat uns dann Abschlussbretter mit einem selbsttätigen Klappmeschanismus angebracht, das hofseitige Pflaster aufgenommen und nach Auffüllen von Vertiefungen neu verlegt. Es kamen also noch erhebliche Kosten dazu. Alles in allem hat uns die Absicherung des Hofes gut 1000,00 € gekostet!

Hier sehen Sie einen Teil der Hofabsicherung hin zum Pferdeauslauf. Um eine einheitliche Höhe zu erreichen, wurden die Z-Winkel auf dem Tor recht hoch verschraubt. Leider haben sie sich beim ersten Sturm verbogen. Ich habe deshalb begonnen, sie nach innen mit zusätzlichem Drahtseil abzuspannen.

Unseren Katzen steht so gesichert der Hofraum einschließlich Stall, Scheune und Remise, sowie die zugehörigen Gebälke, Dachböden und der vom Hof zugängliche Keller des Wohnhauses für Reviergänge zur Verfügung - insgesamt ca.1000qm auf verschiedenen Ebenen.

Für uns hat der gesicherte Hof spürbare Entspannung in den Alltag gebracht. Schließlich steht auf dem Lande immer irgendwo eine Tür oder ein Fenster offen. Jetzt können wir ohne ständigen Kontrollzwang unsere Katzen durchs Haus spazieren lassen. Ein Fenster steht ständig offen und ermöglicht freies rein und raus für die Katzen.

Erstaunlicherweise hat der starke Drang unserer Katzen nach draußen mit der permanenten Möglichkeit, raus zu gehen, schlagartig nachgelassen. Sie beschränken sich auf kurze Kontrollgänge draußen und sind ansonsten lieber uns auf den Fersen oder dösen im Sessel.

Erfahrungen mit dem Zaun nach zwei Jahren
Positiv:
Keine unserer Katzen hat bisher versucht, den Zaun zu überwinden. Sie haben sich das Ding von unten angesehen und offenbar glasklar erkannt: "Es ist sinnlos, zu versuchen, in den Netzen zu klettern. So sind die Netze bisher unversehrt.
Negativ:
Sicher neigen sich die Winkel bei Belastung. Aber würde eine Katze tatsächlich im Netz klettern, so käme sie zwar nicht raus, aber die Winkel wären hin. Sie sind viel zu schwach, um sich nur zu biegen. Bei uns hat schon Sturm gereicht, um sie zu verbiegen und sogar abzubrechen. Je nach vorherrschenden Windrichtung mussten wir sie durch Abspannen oder Verstärken stabilisieren.
Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht.
Geeignete stabilere Aluminium-Flachstäbe (3mm x 30mm x ) bekommen sie in Baumärkten oder im Metallhandel schon für 8,00€ per Meter. (Petfence-Winkel 15,00€) Ein paar Löcher sind schnell reingebohrt, das Zurechtbiegen ist einfach und Streichen auch kein Problem.

Erfahrungen nach 4 Jahren

Unser Niko schafft es, am Tor die Sicherung zu überwinden. Im Schwenkbereich, dort wo zwei Winkel nebeneinander stehen, zwängt er sein Pfötchen in den Spalt, zieht einen Winkel nach innen und quetscht sich dann durch. Klar, dass er dabei mit 6kg Katergewicht auch die Winkel ruiniert, die leider nicht, wie vom Hersteller versprochen, zurückfedern, sondern verbiegen und spätestens beim dritten Richten abbrechen.
Letztlich mußten wir dank diesem Kater auch das Tor mit E-Weidezaundraht nachrüsten.

Grundsätzliches zu Katzenschutznetzen:

  • Generell funktionieren Sicherungen mit Katzennetz nur als Aufsatz auf möglichst kletterunfreundlichen Zäunen oder Mauern. Können die Katzen ganz gemütlich daran knabbern, haben sie es auch irgendwann durch. Netze mit eingearbeitetem Metallfaden halten etwas länger stand.
  • Netze müssen locker hängen und die Befestigung muss möglichst nachgeben, damit die Katzen nicht im Netz klettern können
  • Netze sind nach einigen Jahren verrottet und nicht mehr reißfest
  • solche Netze brauchen nicht zwingend eine Neigung nach innen

Es ist auch möglich, z.B. mit Schwerlastkonsolen aus Stahl eine waagerechte Sicherung mit stahlfadenverstärktem Katzennetz anzubringen. Diese Träger können an jeder Art von Zaun oder Mauer angeschraubt weden und sind bruch- und verbiegesicher.

Zweite Möglichkeit, das Überklettern zu verhindern:

Mit glattem, geschlossenen Material, wie Plexiglas oder Zinkblechen im oberen Zaunteil

  • Bei springgewaltigen Katzen (das sind eher die kleinen drahtigen als die großen schweren) muß ein solcher Zaun gut 2m hoch sein, um das festhalten am oberen Rand zu verhindern
  • Die Platten müssen oben und unten verschraubt sein und dürfen keine seitlichen Lücken lassen
  • Platten brauchen erst ca. 1m über dem Boden beginnen (Ansprunghöhe), darunter reicht normaler, durchschlupfsicherer Zaun

Vorteil:

  • in Verbindung mit Stabmatten- oder Maschendrahtzaun optisch unauffällig

Nachteil:

  • Diese Möglichkeit ist wohl für den Normalverdiener nur für kleine Ausläufe machbar.
  • bietet keinen Schutz vor Eindringlingen von außen

Kürzlich sah ich im Internet eine Variante mit aufrecht gestellten, bodentiefen Wellacrylplattten, wie sie sonst für Überdachungen genutzt wird. Das war die Nachbesserung für einen Holzelementezaun mit angehängten Plexiplatten, der nicht ausgereicht hatte.

Oder:

 

2. Prinzip "Berliner Mauer" (stromlos)

Eine andere, sehr effektive Möglichkeit kommt aus Amerika. Ich nenne es das "Prinzip Berliner Mauer". Auf der Zaunkrone wird ein glattes Kunststoffrohr angebracht:

Das Kunststoffrohr bietet keinen Halt. Der Zaun wird unüberwindbar. und unauffällig. Ein Züchterkollege ( www.vombambuswald.de) hat diese Lösung umgesetzt und mir auch die Bilder zur Verfügung gestellt.
Eine Lösung für den kleinen Geldbeutel ist auch das nicht. Neben den Kosten für den ohnehin schon teuren Doppelstabmattenzaun entstehen Zusatzkosten von ca. 30,00 € / m bei Plexiglasrohren, wie bei diesem Projekt, oder ab ca. 10,00€ pro Meter, wenn man PVC-Abwasserrohre verwendet. Die gibt es sogar in grün.

Möchten Sie Details sehen?
Mehr zu diesem Zaun finden Sie >> auf dieser Seite

damit das System sicher ist:

  • muss der Zaun ca. 1,80 -2,00m hoch sein
  • müssen die Rohre Minimum 12cm, besser 14-16cm Durchmesser haben, damit die Katzen keinen Halt finden
  • müssen die Rohre sehr hart sein, damit die Krallen nicht fassen
  • darf es keine erhöhten Absprungrampen geben
  • darf es kein Lücken zwischen den Rohren geben

Vorteile:

  • sehr sicher
  • sehr solide, langleb
  • lässt relativ viel freie Sicht
  • evtl. auch auf genügend hohen Zäunen nachrüstbar
  • als Nachrüstung für vorhandene Zäune preislich im Rahmen

Nachteile:

  • als komplette Neuanlage teuer
  • einbruchsicher gegen ungebetenen Katzenbesuch nur, wenn die Rohre direkt auf die Krone gesetzt werden und nicht innen angehängt.

3. Doppelstabmattenzaun mit Patentwinkelung (stromlos)

Diesen Tipp nebst Erfahrungsbericht und Bildern erhielt ich freundlicherweise von einer Besucherin unserer Seiten.


Vorteile:

  • sehr sicher
  • sehr solide, langlebig
  • wirkt nicht improvisiert
  • lässt relativ viel freie Sicht
  • evtl. auch auf genügend hohen Zäunen nachrüstbar
  • als Nachrüstung für vorhandene Zäune preislich im Rahmen

Nachteile:

  • Bei komplettem Neubau in dieser Höhe recht teuer und für einen ganzen Garten wohl für viele Menschen zu teuer
  • kein Schutz vor Eindringlingen von außen, daher für Züchter nur bedingt geeignet
  • mir persönlich insgesamt"ein bißchen zu viel Zaun", um mich selbst darinnen wohlzufühlen

 

>> hier geht es zu mehr Bildern und Infos

 

4. Und nun zur einzig praktikablen Möglichkeiten für größere Gärten - Stromführende Zäune

Strom ist mit Abstand die sicherste, preisgünstigste und optisch unauffälligste Art, Katzen im Zaune zu halten.

Warum scheuen sich trotzdem so viele Katzenhalter davor?

  • Manche fühlen sich mit dem Aufbau einfach überfordert, mangels Sachwissen
  • Viele Katzenfreunde entsetzt auch die Vorstellung, dass ihr Liebling Stromschläge bekommt. Sie denken an "Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl" oder DDR-Grenzsicherungszäune unter Hochspannung

Aber damit hat ein stromführender Weidezaun gar nichts zu tun. Er schickt nur in Abständen schwache(!!!) Impulse durch den Draht. Tier oder Mensch schrecken schon beim ersten (unerklärlichen) Impuls zurück. Sie lernen sofort:

  • Dieser Zaun beißt. Man berührt ihn besser nicht.

Der große Vorteil stromführender Zäune ist, dass die Tiere nach einmaliger gemachter Erfahrung dem Zaun fern bleiben.

Warum versagen viele Elektroeinzäunungen trotzdem bei Katzen ?

Weil sie schlecht oder gar nicht geerdet sind.

Maschendrahtzäune beispielsweise sind heute meist kunststoffummantelt, also isoliert. Ist nun oben eine Litze gespannt und berührt diese z.B. ein Pferd, so bekommt es einen Schlag, denn es steht auf dem Boden und es kann ein Strom fließen. Anders bei einer im Zaun kletternden Katze. Die hat keinen Bodenkontakt mehr und bekommt daher keinen Schlag. Dazu später mehr.

Für alle, die jetzt vor Mitleid mit der Katze vergehen:
Haben Sie schon einmal einer Katze auf Schwanz oder Pfote getreten? Sie hat fürchterlich geschrien? So weh tut ein Tritt auf den Schwanz! Eine Katze, die Bekanntschaft mit einem Elektrozaun macht, schreit nicht. Sie springt nur erschrocken weg und meidet die Berührung künftig, genau wie wir Menschen freiwillig keinen Elektrozaun anfassen. Ein solcher einmaliger Schreck schädigt eine Katze weder, noch traumatisiert er sie. Sie hat einfach etwas gelernt, genauso, wie ein kleines Kind kein zweites Mal in eine Brennessel fast. Aber diese Erfahrung muß jedes Kind machen.

Was wiegt der einmalige kleine Schreck gegen den täglichen Genuss der Gartenfreiheit und unsere Sicherheit, dass die Katzen wirklich im Garten bleiben und nicht überfahren werden können?

4.1. Vorhandene Zäune + Stromlitzen (stromführend)

Die beste Lösung ist ein verzinkter, allenfalls gestrichener Metall-Stabmattenzaun. Eine Höhe von 1,20m reicht, wenn Absprungrampen, wie zaunnahe Bäume fehlen. Hier reichen zwei bis 3 stromführende Litzen oberhalb der Zaunkrone. Die Idee dazu fand ich auf dieser Webseite:

>> www.loetzerich.de

Der Vorteil des Dino-Mattenzaunes ist der größere Abstand der horizontalen Stäbe. Das erschwert das Klettern im Zaun. Der Metallzaun selbst erdet hier die Katze.

Doch auch für den Maschendrahtzaun habe ich eine Erdungsmöglichkeit gefunden. Man spannt einfach unter die stromführende/n Litze/n ein bis zwei nicht-stromführende Litzen:

>> www.haselgraben.de

Die Erdung funktioniert allerdings noch besser, wenn man die Erdungslitze nicht durch die Isolatoren zieht, sondern unisoliert an den Metallpfählen befestigt, die ja geerdet sind.

Wichtig ist auch, daran zu denken, etwaige Holzpfosten, hölzerne Terrassen, Schuppendächer und Ähnliche nicht-leitende Untergründe zu erden. Dies kann mit Kaninchendraht, Zuleitung und eisernem Erdpfahl gemacht werden, wie in diesem Beipiel:

>> www.bellas-viecherlseite.de

Niemand, der die räumlichen Möglichkeiten dazu hat, sollte sich vor der Arbeit und den Kosten drücken und seiner Katze diese kleine Freiheit ermöglichen !

Die Materialien bekommen Sie im Agrarfachhandel und im Reitsportbedarf, übrigens auch im Internet.

Auch Teile unseres Gartens sind auf ähnliche Weise gesichert.

>> unser Festzaun mit Weidezaunsicherung

 

Übrigens:
Zaunnahe Bäume müssen nicht der Säge zum Opfer fallen. Eine Lösung sah ich im Hofauslauf "vom gelben Haus" der Familie Weiss in Berlin. Man ummantelt den Stamm in Ansprunghöhe der Katzen (! also ca. von 1,30-2,00m) mit einem glatten Material, z.B. flexiblen Kunststoff- bzw. PVC-Platten (ist optisch völlig unauffällig). Auch Zinkblech wäre denkbar. Unten dürfen die Katzen

 

 

4.2. Mobiler Katzenzaun

Es gibt auch mobile, stromführende Netzzäune. Wichtig ist, dass es spezielle, engmaschige Katzenzäune sind und jeder zweite Draht nicht stromführend und geerdet ist.


Iwan (Joschi) in seinem gesicherten Garten, den er nun schon seit 5 Jahren (ohne Ausbruch, ohne Trauma) mit zwei Katzenkumpeln teilt.

  • großer Vorteil: Dieser Zaun ist nur 1,10m hoch, trotzdem absolut sicher
  • er darf auch dort errichtet werden, wo nur niedrige Zäune erlaubt sind
  • auch für Nachbarn zumutbar
  • mobil und erweiterbar.
  • Daher auch für Mietgärten und Schrebergärten geeignet
  • verhindert auch das Eindringen fremder Katzen

Hat der Nachbar kleine Kinder, so muss er eben auf seinem Grundstück für Abstand sorgen.

Nachteile:

  • Bewuchs muss regelmäßig entfernt werden
  • ohne zusätzliche feste Eckpfähle hängt er schnell durch
  • Absprungrampen müssen beseitigt werden

Um halbwegs erwachsene Katzen an Stromzäune jeglicher Art zu gewöhnen, legt man am besten ein Geschirr mit langer Leine an. So ist die Katze nicht gleich weg, falls sie beim ersten Stromkontakt die Flucht nach vorn über den Zaun antreten sollte (passiert später nicht mehr)

Bei uns hat er sich auch bei Jungtieren bewährt. Katzenkinder entfernen sich nur im Verlauf von Tagen und Wochen mehr und mehr vom Bau (Hauszugang). In dem Alter, indem sie mit Erkundungen beginnen, sind sie sehr vorsichtig und schnuppern neues ersteinmal an - so auch den Zaun. Daher ist die Gefahr, dass eines durch die Maschen schlüpft, recht gering. Dieser Erstkontakt sollte zur Sicherheit trotzdem unter Aufsicht stattfinden.

 

>>Lesen Sie hier über die Erfahrungen von Iwans Besitzern mit diesem Zaun. (klick mich)

Auch wir haben einen Teil des Katzenauslaufs so gesichert. Genaue Angaben zum Zaun und Tipps und Kniffe zum perfekten Aufbau finden Sie hier:

>>Unser Netzzaun (klick mich)
   
hier gibt es auch eine detailierte Aufbauanleitung mit Einkaufsliste

5. Der unsichtbare Katzenzaun

Dieses System funktioniert auch gänzlich ohne real existierenen Zaun, kann aber auch mit einem vorhandenen, jedoch nicht katzensichern Zaun kombiniert werden.

Auch dieser "Zaun" funktioniert über schwache Stromimpulse.
Ein Draht wird direkt auf den Boden, entlang eines vorhandenen Zaunes oder mit Hilfe kurzer Weidezaunpfähle so verlegt, dass er den Bereich umschließt, den die Katze betreten darf.

Die Katze muß ein spezielles Halsband tragen. Kommt sie der Grenze zu nahe, erzeugt das Halsband einen Warnton. Geht die Katze trotzdem noch näher an die Grenze, gibt das Halsband einen leichten Stromimpuls ab, der die Katze davon ab hält, noch weiter zu gehen.

Damit das Ganze funktioniert, bekommt die Katze zum Lernen zusätzlich ein Katzengeschirr und eine lange Rolleine zur Sicherung.

Außerdem sollte man, anfangs zumindest, den betretbaren Bereich für die Katzen optisch markieren, z.B. mit rot-weißem Bau-Flatterband, einer Wimpelkette oder wenigstens mit Fähnchen (letztere gehören zum Lieferumfang des Zaunsets)

Nach ganz wenigen Erfahrungen kennen die Katze den Grenzbereich und gehen nicht einmal so weit, dass es piept.

Die Besitzer unseres Danijar aus dem D2-Wurf nutzen dieses System, um ihren beiden Katzen den Aufenthalt auf dem Wochenendgrundstück zu ermöglichen. Die Katzen kommen erhobenen Schwanzes herbei, wenn die Halsbänder vom Haken genommen werden. Sie verbinden sie also nicht mit Furcht, sondern der Vorfreude auf den Garten.


Leo (Danijar) ist mit Halsband im Garten unterwegs. Auf dem Foto ist es nicht zu sehen. Da die Katzen ein Halsband tragen müssen, sollten sie wegen der damit verbundenen Unfallgefahr nicht unbeaufsichtigt bleiben.

Vorteile:

  • kann auch völlig ohne vorhandenen Festzaun genutzt werden, z.B. wenn nur eine Hecke das Grundstück umfriedet
  • er darf auch dort errichtet werden, wo nur niedrige Zäune erlaubt sind
  • auch für Nachbarn zumutbar, da völlig unsichtbar und ungefährlich
  • mobil und erweiterbar.
  • Daher auch für Mietgärten und Schrebergärten geeignet
  • sehr einfach zu installieren
  • für Menschen (ohne Halsband) ohne Wirkung
  • günstiger Preis

Nachteile:

  • die Katzen müssen ein Halsband tragen
  • daher Aufsicht nötig
  • schützt nicht vor fremdem Katzenbesuch (daher nichts für Züchter)

Das im Handel erhältliche Set enthält genug Kabel für 150m "Zaun" und kann durch Zukauf auf bis zu 1500m Zaunlänge erweitert werden. Für mehrere Katze muss lediglich für jede Katze ein eigenes Halsband zugekauft werden.

Unsichtbarer Katzenzaun bei www.weidezaun.info erhältlich >>

 

6.Kurze Frage - kurze Antwort

Wie hoch muß ein ausbruchsicherer Zaun sein?

  • elektrifiziertes Katzennetz: 1,10m
    Das genügt, da die Katze nicht auf dem Zaun aufsetzen kann und im freien Parabelflug nicht mehr als ca. 80 cm überspringt
  • normaler Zaun mit Stromlitze obenauf: 1,10m - 1,60m
  • "Berliner Mauer": 1,80 - 2,00m
    Das Kunststoffrohr auf der Zaunkrone verhindert das Überklettern, aber nicht das Aufsetzen auf der Mauerkrone im Sprung. Daher muss die Zaunhöhe über Ansprunghöhe liegen. Kräftige Kater schaffen durchaus 1,80, wenn Sie oben landen können.
  • Doppelstabmatten mit Patentwinkel: ca. 2,00m
  • stromloses Katzennetz: als Aufbau auf normalem Zaun: Gesamthöhe ab ca. 1,20m, aber lieber höher, falls Netzbeißer- Katze; aus dem selben Grunde kein Ersatz für ebenerdiges stromführendes Netz. In lockeren netzen finden Katzen keinen Halt zum Klettern
  • stromloser Maschendrahtzaun, oben nach innen geneigt als Überkletterschutz: ca. 2,30m damit die Katze nicht im Sprung die Zaunkrone erreichen und sich hochziehen kann

Maschenweite: max. 5cm


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Ein Garten für Katzen

Rosen, Rasen, Koniferen.... und eine große, gähnende, sterile Leere

So sieht der deutsche Durchschnittsgarten aus - leider. Der Rasen immer schön sortenrein und streichholzkurz nimmt den größten Teil der Fläche ein, nur unterbrochen von hie und da mal einem Rosenbusch. Das ist so naturfern wie nur möglich und für Katzen sterbenslangweilig und so fast ohne Deckung sogar bedrohlich.

Eine kleine Wildnis mit dichten Hecken aus unbeschnittenen heimischen Gehölzen und ungemähtem hohen Gras gefällt Katzen da wesentlich besser.

Mir ist schon klar, dass nicht jeder bereit ist, seinen Garten zur Wildnis verwuchern zu lassen. Aber es gibt so viele gestalterische Möglichkeiten. Auf der Landesgartenschau in Prenzlau sahen wir in kurzgehaltenem Rasen große Inseln, bepflanzt mit verschiedenen hohen Ziergräsern und naturnahen Blütenmischungen dazwischen. Das ganze wirkte überaus reizvoll und übehaupt nicht ungepflegt.

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