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Wie Hund und Katze?

Unser kastrierter Hauskater "Katerle" mit unserem Sheltie Lassie

Für die sprichwörtliche Feindschaft zwischen Hund und Katze gibt es gute Gründe:
Das Ausdrucksverhalten von Hund und katze ist verschieden und die Sprache des einen ist für den anderen eine Fremdsprache. Klein Bello möchte spielen und umtobt Mietzi, die schon einschlägig schlechte Erfahrungen mit Wotan gesammelt hat. Mietze schlägt warnend mit dem Schwanz. Klein Bello versteht Bahnhof ("die freut sich über mich") und stupst Mietze erfreut an. Die ist über so viel Frechheit empört und gibt dem frechen Kerl fauchend eins auf die Nase. Klein Bello hat gelernt, dass Katzen recht unfreundliche Zeitgenossen sind. Beim nächsten Versuch rennt er auf Klein Mausi zu. Die gibt Fersengeld und rettet sich auf einen Baum. Klein Bello hat gelernt: Katzen lassen sich prima jagen.

Was lehrt uns das?
Wenn Sie auf ein friedvolles Miteinander Wert legen, steuern Sie die ersten Begegnungen Ihrer neuen Hausgenossen. Halten Sie Ihren Hund unter Kontrolle, streicheln Sie die Katze und füttern den Hund mit Leckerlis. Loben und streicheln Sie ihn für Wohlverhalten der Katze gegenüber und unterbinden Sie von Anfang an jedes Hinterherrennen.

Mit Jungieren ist es leichter. Gemeinsames Spiel verbindet und jeder lernt frühzeitig die Fremdsprache verstehen.

Unser Sheltiewelpe "Blacky mit dem jungen "Peter"

Ein hübsches Gedicht von Wilhelm Busch illustriert treffend die übliche gegenseitige Abneigung:

Hund und Katze

Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
Wohnhaft an demselben Platze,
Hassten sich aus Herzensgrund.

Schon der Ausdruck ihrer Mienen,
Bei gesträubter Haarfrisur,
Zeigt es deutlich: Zwischen ihnen
Ist von Liebe keine Spur.

Doch wenn Miezel in dem Baume,
Wo sie meistens hin entwich,
Friedlich dasitzt wie im Traume,
Dann ist Molly außer sich.

Beide lebten in der Scheune,
Die gefüllt mit frischem Heu.
Alle beide hatten Kleine,
Molly zwei und Miezel drei.

Einst zur Jagd ging Miezel wieder
Auf das Feld. Da geht es bumm.
Der Herr Förster schoss sie nieder.
Ihre Lebenszeit ist um.

Oh, wie jämmerlich miauen
Die drei Kinderchen daheim.
Molly eilt, sie zu beschauen,
Und ihr Herz geht aus dem Leim.

Und sie trägt sie kurz entschlossen
Zu der eignen Lagerstatt,
Wo sie nunmehr fünf Genossen
An der Brust zu Gaste hat.

Mensch mit traurigem Gesichte,
Sprich nicht nur von Leid und Streit.
Selbst in Brehms Naturgeschichte
Findet sich Barmherzigkeit.

 

Peter und Lassie beim Mittagsschlaf.

Beobachten Sie Ihre Tiere auch, wenn Sie sich unbeobachtet glauben. Manche Hunde mobben dann doch die Katze.
Ach fremde Katzen werden meist weiterhin gejagt, wenn es Gelegenheit gibt. Ist Ihre Katze Freigänger, kann es für sie lebensrettend sein, wenn sie gelernt hat, den familieneigenen Bello als Ausnahme zu betrachten und ansonsten Hunden aus dem Weg zu gehen.

Peter und Scheckie

In einer Katzenzucht:
Es gibt viele Beispiele dafür, wo Katzenmütter den Hund des hauses auch in der Nähe ihrer Katzenkinder dulden.
Bei uns hat das nur mit Mietze geklappt.
Unsere sonst so chüchterne, sanfte Mausi dagegen wird zur Furie, wenn unser Blacky auch nur den Raum betritt. Von dem Verhalten unserer Minka-Familie dem potentiell gefährlichen Hund gegenüber will ich gar nicht erst reden.

Wer sich also als Besitzer von Hund und Katze mit Zuchtplänen trägt, sollte damit rechnen, dass während der Jungenaufzucht die Katze evtl. keinen Spaß versteht.

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