Neues vom Hohen Timp:

Donnerstag, 26.06.08

Jurij ist wieder zu Hause

heute mittag konnten wir Jurij nach Hause holen. Selbst die Ärzte waren erstaunt, wie gut er die OP weggesteckt hat.

Schon heute morgen hat Jurij das erste Mal selbständig Kot abgesetzt. Inzwischen hat er auch zu Hause sehr schön Kot abgesetzt.
Jurij weiß vor Freude, wieder zu Hause zu sein, gar nicht wohin. Er will ständig auf den Arm, gibt unermüdlich Köpfchen und Nasenküsschen und schnurrt und schnurrt. Leider darf er vorläufuig nich zu seiner Katzenfamilie. Einzelhaft ist verordnet. Also bleiben die anderen und natürlich erst recht die Hunde aus dem Wohnzimmer ausgesperrt. Dort hat Jurij das frisch desinfizierte Laufställchen bezogen; unter Protest versteht sich.

Zu fressen gibt es die nächsten Wochen Babynahrung (für Menschen) mit Katzenmilch, geschrotetem Leinsamen und Paraffinöl, zur Geschmacksverbesserung Gelee vom Katzenfutter untergerührt. Er hat schon tüchtig gefressen und flitzt schon wieder herum. Vier von den 7 Leben einer Katze hat er schon aufgebraucht. Wie ich heute schlafen soll, weiß ich noch nicht, denn Jurij jammert herzzerreißend, sobald ich ihn in sein Laufställchen setze.

 


Mittwoch, 25.06.08

Jurijs Tag

Heute morgen haben wir Jurij zur Operation nach Berlin gebracht. Der Arzt hat uns noch einmal erklärt, dass das ausgeweitete Darmstück entfernt werden muss und auch, dass selbst bei gelungener Operation noch nicht alles gut sein wird. Die Darmnaht wird regelmäßig geweitet werden müssen, damit nicht ein neuer Engpass entsteht und damit die Gefahr neuer Aussackungen.

Kann man einem Tierchen so viel zumuten? Wenn Jurij zeigen würde, dass er nicht mehr mag, hätten wir ihm das alles wohl nicht zugemutet. Aber bisher war er trotz seiner Probleme und schmerzhaften Behandlungen immer ein fröhliches Kätzchen, das mit Appetit frisst und ausgelassen spielt.
Ich denke manchmal, dass man von ihm auch etwas über den Umgang mit chronisch kranken oder behinderten Menschen lernen kann. Man muss sie nicht pausenlos bedauern oder gar darüber urteilen, ob ihr Leben lebenswert ist oder nicht. Ich glaube, genau wie unser Jurij schicken sie sich in die Widrigkeiten und freuen sich ansonsten trotzdem am Leben.

Um 13.00 Uhr durften wir anrufen, um uns nach Jurij zu erkundigen. Er ist erfolgreich operiert und war gerade so langsam am Aufwachen. Morgen früh sollen wir nachfragen, wie er die Nacht überstanden hat und wann wir ihn abholen dürfen. Ich hab noch darum gebeten, ihn in seine vertraute Hamsterbox zu packen in der auch sein extra noch gesten von Mama frisch bespieltes Heimwehpüppchen liegt. Ich hoffe also, dass er einigermaßen getröstet die Nacht verbringen kann.
Ich möchte mein kleines Mäuschen wieder haben...


Dienstag, 24.06.08

Count down

Gestern stand es ganz schlecht um Jurij. Die Verstopfung wollte sich einfach nicht lösen und der kleine Kerl bot einen derart erbarmungswürdigen Anblick, dass mein Tierarzt meinte, ob ich ihm wirkilch noch mehr zumuten wolle. Klar, was er damit vorschlagen wollte...
Wieder zu Hause habe ich dann zur Selbsthilfe gegriffen und Jurij immer im Abstand von 2 Stunden kleine Einläufe mit warmem Seifenwasser gemacht. Und siehe da, heute konnte ich dem erstaunten Tierarzt einen unverstopften, frisch gebadeten und schon wieder ganz munteren Jurij präsentieren. Nun soll Jurij morgen früh operiert werden. Ich hoffe mal, dass sich der Arzt überhaupt traut, unser kaum 800g leichtes Kätzchen in Narkose zu versetzen...
Wir haben Angst um unseren Kleinen, aber die Operation ist seine einzige Chance.


Sonntag, 22.06.08

Sonntagsausflug

Nun sind wir wieder beim alten Zustand. Auch sonntags muß Jurij zur Audienz beim Tierarzt. Noch immer kommen Haarballen zutage und gänzlich gelöst ist die Verstopfung noch immer nicht. Gestern habe ich den völlig paraffinverklebten,(und leider auch stinkenden) Jurij gebadet und geföhnt. Der Rest der Bande sah aus sicherer Entfernung voll Entsetzen zu.
Peter frißt jetzt endlich, wie es sich für einen Kater gehört. Wir hoffen, dass sich das auch bald auf der Waage bemerkbar macht.


Sonnabend,21.06.08

Auf und ab

Nachdem ich in der Apotheke eine Literflasche Paraffinöl gekauft gabe und einen großen Schuss an's tägliche Futter gebe, nebst einer Messerspitze Weizenkleie scheint sich nun endlich selbständiger Stulgang ohne ständige Verstopfung einzustellen. In der letzten Woche klappte es ganz gut und wir beschlossen gemeinsam mit dem Tierarzt, die OP um 14 Tage zu verschieben, damit Jurij noch etwas Gewicht zulegen kann. Aber gestern nun gab es einen Rückschlag. Jurij war wieder total verstopft und mußte etliche Einläufe über sich ergehen lassen. Erst zu Hause kam dann tatsächlich die Ursache zutage: Haarballen ! Vermutlich hat Jurij etwas zu eifrig sein paraffinölverklebtes Schwänzchen geputzt. Jetzt bekommt er zusätzlich zu seinem Spezielpamps Malzpaste.
Die erste Impfung haben unsere Mäuse nun auch hinter sich. Noch nie hat ein Wurf so klaglos seine erste Autofahrt absolviert. Das war wohl Jurijs Einfluss, der als erfahrener Autofahrer in der box herumspielte und sich putzte.


Montag, 16.06.08

Peter

Peter hat immer nur das Eine im Kopf. Fressen ist nicht wichtig - im Vorbeigehen mal ein paar Trockenfutterbröckchen, mehr braucht es nicht zum Überleben. So ging es nicht weiter. Also habe ich ihn auch zum Tierarzt geschafft. Der konnte außer dem geringen Gewicht nichts auffälliges an ihm feststellen. Ein aktuelles Blutbild einschließlich der üblichen Tests war sowieso wieder einmal fällig. Die Ergebnisse waren soweit in Ordnung. Peter bekam zur Sicherheit eine Wurmspritze (weil er Mäusefänger ist) und zusätzlich eine triebdämpfende, damit ee wenigstens erst einmal wieder frisst und Gewicht zulegen kann. Von triebdämpfender Wirkung konnten wir bisher nichts bemerken. Der Zweck ist aber erfüllt, denn Peter interessiert sich wieder für's Futter.

 


Dienstag, 10.06.08

Umzug in das Katzenkinderzimmer

Es ist so weit. Jeromka und Jemelja schaffen es, den Laufstall zu verlassen. Zuerst wird mit einem Sprung der obere Begrenzungsholm gefasst, dann macht man einen kräftigen Klimmzug, bis man die Hinterbeine auch oben hat; kurz balanciert und dann den Abflug gemacht. Also wurde heute abend die Wurfkiste in das Katzenkinderzimmer gerollt und es wird zum ersten mal dort geschlafen. Die Katzenklappe können sie schon bedienen. Um so größer war das Erstaunen, als die plötzlich verschlossen war. Nein, meine Lieben - auf Abenteuertour geht es erst morgen früh wieder.

Heute vormittag rief mich mein Tierarzt an. Es gabe ein Präparat, die Spritze danach, dass allerdings bisher nur für Hunde zugelassen sei. Nun hatte er den Hersteller angerufen und erfahren, dass es bereits Sudien für Katzen gäbe und die belegen, dass das Mittel auch für Katzen gut verträglich sei. Also bekam Mietze heute abend ihre erste Spritz und morgen eine zweite. Schon schlimm, dass das nun nötig ist. Aber Mietze braucht nun doch wirklich eine Erholungsphase und kann nicht gleich wieder Kinder bekommen. Ein Kater, eingesperrt im Zwinger würde solche Probleme vermeiden, aber das ist doch nicht wirklich eine Alternative. Ich muss also in Zukunft die Katzen noch besser beobachten.


Montag, 09.06.08

Wir haben ein Problem

Heute hatte Jurij auf seiner täglichen Fahrt zum Tierarzt Gesellschaft. Statt in seiner Hamsterbox reiste er erstmals in der großen Katzenbox zusammen mit seiner Mama. Es war sehr amüsant, die beiden zu beobachten. Während Mietze recht unglücklich leise vor sich hin maunzte, spiele Jurij herum oder rekelte sich wohlig, um schließlich einzuschlafen.

Mit Jurij war der Tierarzt heute recht zufrieden. Weniger gur waren die Nachrichten, was Mietze betrifft. Er meint, für eine Katze sei eine Hormonbehandlung zu risikoreich. Es könnte sich eine Gebärmutterentzündung entwickeln. Also sollen wir abwarten, keine Pille geben, Katze und Kater trennen und im Falle eines Falles uns mit ungebetenem Nachwuchs abfinden. Nun hoffen wir natürlich inständig, dass sich keine Folgen einstellen. Evtl. kann man nach dem 21.Tag einen Ultraschall machen. Sollte dann doch nichts sein, können wir wieder die Pille geben.



Sonnabend, 07.06.08

Betriebsunfall

Heute morgen hat sich zu meinem Entsetzen Mietze von Peter decken lassen und das trotz regelmäßiger Pille. Morgen machen wir also einen Familienausflug zum Tierarzt. Der muss sich erst belesen was nun machbar ist. Mit Jurij war er heute recht zufrieden. Aber ich denke, auch er sehnt den Tag der OP herbei, damit das tägliche Kätzchenquälen endlich ein Ende hat.

Habe die Seite Herkunft und Zuchtgeschichte überarbeitet. Anlass war ein Rasseporträt der Sibirischen Katze in OUR CATs, dass nur so strotzt von Unrischtigkeiten, Halbwarheiten und Widersprüchen. Ja selbst die Maine Coon blieb in diesem Artikel nich verschont. Wurde doch Maine kurzerhand in den "hohen Norden Amerikas" verfrachtet.



Sonnabend, 07.06.08

Besuch für Jemelja und Jeromka

Heute war einreiner Katzentag. Vormittag war Jurijs obligatorischer Tierarztbesuch dran. Wieder einmal hat er sich berappelt, tobt uns spielt wieder und ist heute abend erstmals die große Klettersäule im Wohnzimmer hochgeklettert, höher als seineviel stärkeren Brüder. Doch selbst morgen, am Sonntag sind wir zur Kontrolle beim Tierarzt bestellt.
Mittags kam Besuch für Jemelja aus Bayern. Klar, dass es ihm gelungen ist, sich in die Herzen zu schleichen. Neva-Kater Iwan wird sich hoffentlich über den neuen Kumpel freuen.
Anschließend bekam auch Jeromka Besuch. Auch hier waren sich Menschen und Katzen sympatisch. Jeromka wird nach Neubrandenburg ziehen. Auch auf ihn wartet Katzengesellschaft. Meine drei erwachsenen Katzen zeigten sich von ihrer allerbesten Seite und waren nett zum Besuch. Dass ein solcher Besuchstag trotz äußerlich gelassener Reaktionen purer Stress ist, zeigte sich wiedereinmal beim abendlichen Wiegen. Einzig Jemelja, unser Bärchen, hat wie gewohnt zugenommen, währens Jurij und auch Jeromka kein Gramm mehr auf die Waage brachten als am Vortag. Allerdings haben alle drei beim Nachtmahl ordentlich zugeschlagen, so dass sicherlich morgen wieder ein paar Gramm mehr auf den Rippen sind.



Donnerstag, 05.06.08

Sorge um Jurij

Gestern war ein schrecklicher Tag. Trotz aller Vorsicht bei der Fütterung und täglicher Tierarztkontrollen war Jurij komplett verstopft. Obwohl mein TA ausgerechnet mittwochs keine Abendsprechstunde hat, dürfen wir noch kommen - ein echter Notfall.
Jurij bekommt ein Klistier und der Arzt vesucht, mechanisch nachzuhelfen. Jurij schreit wie am Spieß und beißt sich vor Schmerzen in meinem Handgelenk fest. Er läßt nicht wieder los und läßt sich auch nicht abschütteln. Wieder zu Hause geht es ihm so schlecht wie noch nie. Zum ersten Mal habe ich wirklich Angst, dass wir ihn nicht großkriegen. Zum ersten Mal frage ich mich, ob wir es überhaupt schaffen können.
Heute hat der Tierarzt noch einmal gespühlt. Jurij hat noch eine Spritze bekommen, die die Darmtätigkeit anregen soll und er bekommt Elektrolyte, weil er weder gefressen noch getrunken hat. In den letzten 24 Stunden hat er 40g Gewicht verloren. Jetzt geht es ihm etwas besser. Er hat ein klein wenig gespielt und ein bischen gefressen.
Nun ist klar, dass wir an einer Operation gar nicht vorbeikommen.






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